EKD-Statistik

Christen in Deutschland 2009

"Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen ..." (5. Mose 13, 5)

Ende 2009 sind in Deutschland etwa zwei Drittel der Bevölkerung Christen. 24,2 Millionen Menschen gehören der evangelischen Kirche an. Im Bereich der alten und der neuen Bundesländer ist die kirchliche Bindung sehr unterschiedlich:

In der DDR führte besonders in den Anfangsjahren politischer Druck zu Kirchenaustritten, die danach durch Taufunterlassungen eine weitere Abnahme der Kirchenmitgliedschaft zur Folge hatten. In Westdeutschland kam es aus Anlass zusätzlicher steuerlicher Belastungen immer wieder zu verstärkten Kirchenaustritten. Auch der Zuzug nichtchristlicher Ausländer wirkte sich auf den Anteil der Mitglieder christlicher Kirchen an der Bevölkerung aus. Heute sind in Westdeutschland 71 Prozent der Wohnbevölkerung Mitglied einer christlichen Kirche. In Ostdeutschland sind es nur noch 25 Prozent. Im gesamtdeutschen Durchschnitt ergibt das 62 Prozent. 

Volkskirchliche Strukturen haben sich trotz der unterschiedlichen Entwicklung bis heute überall erhalten: Kinder christlicher Eltern werden in der Regel weiterhin durch die Taufe im ersten Lebensjahr in die Kirche "hineingeboren". Insbesondere die Mitwirkung im Bildungs- und Erziehungswesen sowie im kulturellen und sozialen Bereich dokumentiert die öffentliche Bedeutung der Kirchen. Das Leitbild der christlichen Sozialethik ist nach wie vor für die Gesellschaft bedeutsam.

Christen in Deutschland*

Bevölkerung insgesamt
81.802.257
darunter Christen
50.738.425
Anteil der Christen an der Bevölkerung
62,0 %
Evangelische Kirche in Deutschland
24.194.986
davon Westliche Gliedkirchen
21.104.241
Östliche Gliedkirchen
3.090.745
Evangelische Freikirchen
332.333
Römisch-katholische Kirche
24.909.332
Orthodoxe Kirchen
1.268.500
Andere christliche Kirchen
33.274


*
Auf Basis der Erhebung 2009

"Christen in Deutschland" als PDF (1 286 KB)



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