EKD bestürzt über Ermordung von Zoran Djindjic

"Attentäter dürfen Serbien auf dem Weg zur Demokratie nicht aufhalten"

13. März 2003

Mit Bestürzung hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Nachricht von der Ermordung von Ministerpräsident Zoran Djindjic aufgenommen. "Wir trauern mit dem serbischen Volk um einen Politiker, der sich entschieden und mutig für die demokratische und rechtsstaatliche Entwicklung Serbiens engagiert hat", so der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Manfred Kock, in seinem Kondolenzschreiben an seine Heiligkeit Patriarch Pavle, dem geistlichen Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche. Djindjic sei Deutschland eng verbunden gewesen und sei für viele Menschen in Deutschland zu einem "Hoffnungsträger für die Erneuerung Serbiens" geworden.

Die Evangelische Kirche in Deutschland, die in engem ökumenischem Dialog mit der Serbischen Orthodoxen Kirche stehe, habe mit großer Anteilnahme die Entwicklung Serbiens hin zu demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen verfolgt. An deren Gestaltung sei Ministerpräsident Djindjic maßgeblich beteiligt gewesen, so der Ratsvorsitzende. "Wir hoffen, dass diese Entwicklung jetzt nicht zum Stillstand kommt." Die Attentäter, wer immer sie seien, dürften nicht damit rechnen, die serbische Gesellschaft auf ihrem Weg zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufhalten zu können.

Hannover, den 13. März 2003
Pressestelle der EKD
Anita Hartmann



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