"Es ist an der Zeit, das Außergewöhnliche zu leben"

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ZDF-Gottesdienst aus der Peterskirche in Heidelberg

Die Suche nach Gott und nach Erklärmustern der Welt kann jedoch recht unterschiedlich ausfallen. Gerade heute, wo Religion als "Patchwork- Religion" praktiziert und Spiritualität auf unterschiedlichste Weise erlebt und erfahren wird. Es gibt auch Präferenzen. Die buddhistische Heilslehre erlebt gerade einen Boom genauso wie östliche Religionsformen, die auf besondere Meditationspraxen setzen. In jedem Fall geht es ihnen um Erleuchtung, um Begegnung und Berührung, um Transzendenz. Eine Erfahrung, die auch in der christlichen Religion beheimatet ist und in den letzten Jahren erst wieder entdeckt wird.

Der biblische Text im Neuen Testament von der "Verklärung Jesu" macht jedoch deutlich, dass es bereits im frühen Christentum außergewöhnliche Gotteserfahrungen gab. Hier erscheint Jesus seinen Jüngern auf einem Berg als "Lichtgestalt" in einem weißen, lichten Gewand und leuchtet wie die Sonne. Eine eindrückliche Erfahrung, die sich bis heute überliefert hat. Es scheint hier etwas Überwältigendes zu passieren, anders als wir Menschen es erwarten. Das meint auch der Theologieprofessor und Universitätsprediger Dr. Helmut Schwier, der von einer Unverfügbarkeit der Gotteserscheinung spricht, die man zunächst nicht festhalten kann. Christliche Transzendenz-Erfahrungen, dies soll der Schwerpunkt des evangelischen Gottesdienstes sein, den Professor Dr. Schwier gemeinsam mit Theologie-Studierenden des Praktisch-Theologischen Seminars vorbereitet hat. Es ist an der Zeit nach einer neuen, spirituellen Wahrnehmung von Wirklichkeit zu suchen, die eine aufgeklärte christliche Religion neu inspirieren kann.

ZDF, 28. Januar 2007, 09.30 Uhr

Weitere Informationen auf www.fernsehgottesdienst.de



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