Huber: Bußtag wichtig für Neuorientierung

Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat den Buß- und Bettag als wichtigen Tag der Besinnung und Neuorientierung bezeichnet. Auch wenn er kein gesetzlicher Feiertag sei, so würden doch evangelische Christen in Gottesdiensten ihr Leben vor Gott bedenken, erklärte Huber in Hannover anlässlich des Bußtags an diesem Mittwoch. Dabei gehe es um Umkehr und eine neue Ausrichtung auf das Wesentliche im Leben. Der Buß- und Bettag wurde 1994 als gesetzlicher Feiertag abgeschafft und ab dem folgenden Jahr so nicht mehr begangen.

Seine Bedeutung hänge nicht davon ab, ob er ein arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag sei oder nicht, erklärte Huber. Die Erfahrung habe allerdings gezeigt, dass die Streichung eines solchen Feiertags rein wirtschaftlich nur einen «äußerst geringen» Erfolg bringe. Der Schaden für die Sozialkultur übersteige den vermeintlichen wirtschaftlichen Nutzen bei weitem.

16. November 2004



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