Kirchlicher Experte kritisiert US-Urteil zu Kinderpornografie

Frankfurt a.M. (epd). Besorgt über ein Urteil des obersten US-Gerichts zur Verbreitung von «virtueller Kinderpornografie» hat sich der Internet-Experte der evangelischen Kirche, Markus Eisele, geäußert. Die Richter hätten mit ihrer Entscheidung vom Dienstag ein Bundesgesetz aufgehoben, das die pornografische Darstellung von Kindern grundsätzlich verboten hatte, erklärte er am Mittwoch in Frankfurt. Damit sei die Verbreitung von virtueller Kinderpornografie über das Internet wieder freigegeben. «Dieses ist eine Entscheidung gegen die Wahrung der Würde von Kindern», so der Leiter der Arbeitsstelle Internet des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP). Mit den Methoden der modernen Bildbearbeitung sei es möglich, auch künstliche Motive täuschend echt darzustellen. Kinderpornografische Darstellungen gehörten grundsätzlich verboten.



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